Öl, Rost und Zementschleier von Stein entfernen

Ein Fleck auf der Einfahrt sieht harmlos aus, bis man ihn wegbekommen will. Dann stellt sich heraus: Der Stein hat ihn aufgesogen. Und alles, was man von oben dagegen unternimmt, holt bestenfalls die Hälfte heraus.

Auf dieser Seite steht für die vier häufigsten Fleckenarten, was tatsächlich passiert ist, was Sie selbst versuchen können und wo es sinnvoll wird, mich zu rufen. Dazu der Hinweis, den Sie vor jedem Auftrag hören sollten und der Ihnen selten jemand von sich aus sagt.

Fleck ansehen lassen: 07581 5349001

Warum Flecken auf Stein anders sind als auf Fliesen

Eine glasierte Fliese ist dicht. Was darauf fällt, bleibt oben und lässt sich abwischen. Betonstein, Naturstein und die meisten Terrassenplatten sind das Gegenteil: Sie sind offenporig und saugen. Genau deshalb halten sie auf einer Fläche, die Wasser ablaufen lassen muss.

Ein Fleck ist damit kein Belag, sondern etwas, das im Stein sitzt. Er muss nicht abgewaschen, sondern herausgeholt werden. Wer nur die Oberfläche putzt, sieht am nächsten trockenen Tag wieder denselben Schatten, weil der Rest von unten nachwandert.

Der zweite Punkt: Stein ist nicht gleich Stein. Granit und Basalt sind Hartgesteine und vertragen einiges an Säure. Marmor, Jura, Travertin und kalkhaltiger Kunststein vertragen sie überhaupt nicht, dort ätzt jedes falsche Mittel eine matte Stelle in die Oberfläche, die schlimmer aussieht als der Fleck. Deshalb ist die erste Frage bei jedem Fleck nicht, womit man ihn entfernt, sondern worauf er sitzt.

Ölflecken und Dieselflecken auf Pflaster

Der Klassiker: eine Tropfstelle unter dem Auto, ein umgekippter Kanister, ein undichter Rasenmäher. Öl zieht schnell und tief ein, besonders in Betonpflaster, und wandert mit der Wärme weiter nach unten.

Ölflecken haben den Ruf, dass man sie nie wieder loswird. Nach meiner Erfahrung stimmt das nicht. Sie gehen häufiger heraus, als die meisten denken, es kommt auf das Alter des Flecks und die Menge an.

Was Sie selbst tun können

Bei einem frischen Fleck zählt jede Minute. Aufsaugen, nicht verreiben. Katzenstreu oder Bindemittel drauf, einwirken lassen, aufkehren, und den Vorgang wiederholen, solange noch etwas aufgenommen wird. Erst danach reinigen. Als Hausmittel gegen Ölflecken auf Pflaster wird oft Spülmittel genannt: Das löst den Film an der Oberfläche, verteilt ihn aber gern in die Breite. Bei einem alten, eingezogenen Fleck bringt es nichts.

Was ich mache

Bei eingezogenen Öl- und Dieselflecken arbeite ich mit einem Ölentferner für Pflaster, der das Öl aus der Tiefe wieder nach oben zieht, statt es nur an der Oberfläche zu lösen. Das braucht Einwirkzeit und oft mehrere Durchgänge. Bei großen Mengen oder wenn Öl ins Erdreich gelaufen ist, gibt es dafür eigene, biologisch abbaubare Verfahren.

Rostflecken auf Steinplatten und Pflastersteinen

Rost kommt selten vom Stein selbst. Meist steckt eine von drei Ursachen dahinter: eisenhaltiger Dünger, der auf die Fläche gefallen ist, Gartenmöbel oder ein Blumenständer mit Metallfüßen, oder ausgelaufenes Heizungswasser. Die typischen orangebraunen Ringe unter Möbeln kennen Sie vielleicht.

Wichtig zu wissen: Rostflecken sitzen oft tiefer, als sie aussehen. Das Eisen wandert mit der Feuchtigkeit in den Stein und färbt ihn von innen. Deshalb kommen sie nach dem Abschrubben wieder.

Was Sie selbst tun können

Bei ganz frischen, oberflächlichen Stellen kann ein Hausmittel gegen Rost auf Basis von Zitronensäure helfen. Zwei Warnungen dazu. Erstens: auf keinen Fall auf Marmor, Travertin oder anderen kalkhaltigen Steinen, dort zerstört Säure die Oberfläche sofort. Zweitens: Was Sie im Baumarkt als Rostentferner für Metall bekommen, ist für Stein oft ungeeignet und hinterlässt eigene Verfärbungen.

Was ich mache

Ich arbeite mit zwei getrennten Mitteln, je nachdem ob es sich um Hartgestein oder um empfindliches Weichgestein handelt. Auch von glänzendem Marmor bekommt man Rost herunter, aber eben nicht mit demselben Mittel wie von Granit. Vor der Fläche prüfe ich das an einer unauffälligen Stelle.

Eine komplette Neuverlegung braucht es dabei so gut wie nie. Das hören Kunden oft von anderer Seite, und es stimmt in den seltensten Fällen.

Zementschleier und Mörtelschleier entfernen

Nach jeder Pflasterarbeit bleibt ein feiner grauer Film auf den Steinen. Er stammt vom Zement im Fugenmaterial oder im Mörtel und legt sich wie ein Schleier über die Farbe. Auf Klinker, auf Betonstein und auf Fliesen sieht man ihn besonders deutlich, sobald die Fläche abtrocknet.

Ein Zementschleier ist kein Schmutz, sondern eine dünne mineralische Schicht. Wischen hilft deshalb nicht, sie muss chemisch gelöst werden. Das geht nur sauer.

Was Sie selbst tun können

Als Zementschleierentferner-Hausmittel wird gern Essig oder Zitronensäure genannt. Auf Klinker und auf hartem Betonstein kann das bei einem frischen, dünnen Schleier funktionieren. Drei Dinge sollten Sie beachten: Die Fläche vorher gut wässern, damit die Säure nicht in die Poren zieht. Nicht antrocknen lassen. Und hinterher gründlich mit viel Wasser nachspülen, sonst arbeitet der Säurerest weiter.

Auf keinen Fall bei kalkhaltigen Steinen und nicht auf einer bereits veredelten Fläche.

Was ich mache

Ich arbeite mit einem sauren Reiniger in der passenden Verdünnung und neutralisiere die Fläche danach mit einem alkalischen Mittel. Dieser zweite Schritt ist der, den Heimwerker fast immer auslassen, und er ist der wichtigere: Ohne Neutralisierung bleibt ein saures Milieu auf dem Stein zurück, das später die Oberfläche und jede Veredelung angreift.

Ein Hinweis zu Terrassen auf Dachflächen: Saure Reiniger greifen Dichtfolien an. Dort arbeite ich nur stark verdünnt und spüle sofort nach, oder ich wähle einen anderen Weg.

Fettflecken auf Steinplatten und Beton

Der Grillplatz ist der häufigste Fall: heruntergetropftes Fett, das in die warme Platte einzieht und später dunkle, speckige Flecken hinterlässt. Dazu kommen Fettränder unter Mülltonnen und an Zufahrten.

Fett verhält sich ähnlich wie Öl, es zieht ein. Der Unterschied: Es lässt sich meist besser mit alkalischen Mitteln fassen, während Säure hier nichts ausrichtet. Wer mit dem falschen Mittel anfängt, arbeitet also nicht nur vergeblich, sondern riskiert zusätzlichen Schaden am Stein.

Bei frischen Fettflecken auf Beton lohnt derselbe erste Schritt wie beim Öl: aufsaugen mit einem Bindemittel, bevor irgendetwas Flüssiges dazukommt.

Der Punkt, den Sie vor dem Auftrag hören sollten

Wenn ich einen einzelnen Fleck aus einer alten Fläche herausarbeite, ist die Stelle danach sauber. Nur ist der Rest der Fläche es nicht. Zehn Jahre Witterung, Staub und leichte Vergrünung haben die Umgebung dunkler werden lassen. Eine erfolgreich gereinigte Stelle fällt dann als heller Fleck auf, und Sie haben ein neues Problem statt des alten.

Deshalb sage ich das vorher: Eine punktuelle Fleckenentfernung ist immer ein Kompromiss. Ein gleichmäßiges Bild bekommen Sie in der Regel nur, wenn die gesamte Fläche bearbeitet wird. Bei einer frischen oder ohnehin gepflegten Fläche fällt das kaum ins Gewicht, bei einer alten sehr wohl.

Was das für Sie heißt, entscheiden wir gemeinsam vor Ort. Manchmal ist der Fleck es einfach nicht wert. Auch das sage ich Ihnen.

Versicherungsfälle und Schäden durch Dritte

Ausgelaufenes Heizöl bei der Befüllung, ein Hydraulikschaden auf dem Hof, ein umgekippter Kanister beim Nachbarn, Farbe oder Bitumen von einer Baustelle: Wenn ein anderer den Schaden verursacht hat, zahlt in der Regel dessen Versicherung, und dann brauchen Sie eine belastbare Grundlage.

So gehe ich in diesen Fällen vor. Zuerst ein partieller Reinigungsversuch an einer abgegrenzten Stelle. Der zeigt, ob und wie weit sich der Schaden überhaupt beheben lässt. Erst auf dieser Grundlage schreibe ich das Angebot zur Instandsetzung, und erst dann weiß auch die Versicherung, worüber gesprochen wird.

Genau hier ist der Punkt aus dem vorigen Abschnitt wichtig: Wenn die punktuelle Reinigung eine hellere Stelle hinterlässt, gehört die Bearbeitung der Gesamtfläche in das Angebot, damit Sie am Ende eine einheitliche Fläche haben und nicht auf der Differenz sitzen bleiben. Ich formuliere das entsprechend.

Rufen Sie mich in so einem Fall früh an, am besten bevor jemand mit dem Hochdruckreiniger drübergegangen ist. Das macht die Sache regelmäßig schlechter und die Beweislage auch.

Was Sie besser lassen

  1. Säure auf Verdacht. Auf Marmor, Travertin, Jura und kalkhaltigem Kunststein hinterlässt sie eine matte Ätzstelle, die sich nicht mehr wegputzen lässt.
  2. Mittel mischen. Chlorhaltiges zusammen mit Saurem ergibt giftiges Gas. Das ist kein theoretisches Risiko, das passiert im Eimer.
  3. Drahtbürste und Schleifpapier. Der Fleck geht weg, die Oberfläche gleich mit. Danach sieht man die bearbeitete Stelle für immer.
  4. Voller Hochdruck auf den Fleck. Holt den oberen Teil weg, raut den Stein auf und drückt den Rest tiefer hinein.
  5. Warten. Fast alle Flecken lassen sich frisch deutlich besser entfernen als nach einem Sommer.

Häufige Fragen

Bekommen Sie jeden Fleck raus?

Nein, und wer das behauptet, hat es nicht oft genug versucht. Öl, Rost, Fett und Zementschleier gehen häufig weit besser heraus als erwartet. Tief eingezogene Farbe, Bitumen und manche Chemikalien bleiben teilweise sichtbar. Nach der Musterstelle wissen wir beide, woran wir sind.

Was kostet die Fleckenentfernung?

Das rechne ich nach Aufwand, weil ein einzelner Grillfleck und eine mit Diesel überzogene Hoffläche nichts miteinander zu tun haben. Den Preis nenne ich Ihnen vor Ort, wenn ich den Fleck gesehen habe. Wenn ohnehin die ganze Fläche saniert wird, sehen Sie den Rahmen auf der Seite zur Pflasterreinigung.

Muss die ganze Fläche gemacht werden?

Müssen nicht. Aber je älter und verwitterter die Fläche ist, desto eher fällt die gereinigte Stelle danach als hell auf. Bei einer alten Einfahrt rate ich meist dazu, bei einer gepflegten Terrasse selten.

Hilft ein Schutz gegen neue Flecken?

Ja, das ist sogar der sinnvollste Teil. Eine behandelte Oberfläche nimmt Öl und Fett deutlich langsamer auf, Sie haben also Zeit zum Reagieren. Wie das funktioniert, steht auf der Seite zum BSV-Langzeitschutz®.

Und wenn der Fleck unter einer Veredelung sitzt?

Dann wird es aufwendiger, weil die Veredelung an dieser Stelle mit heruntermuss und danach neu aufgebaut wird. Möglich ist es, aber es ist Arbeit. Deshalb lieber früh anrufen.

Machen Sie das auch für Firmen und Hausverwaltungen?

Ja. Tiefgaragenzufahrten, Betriebshöfe, Stellplätze und Wohnanlagen gehören zum Alltag, ebenso die Abwicklung über eine Versicherung. Rufen Sie einfach an.

Fleck ansehen lassen

Drei Angaben genügen, dann melde ich mich. Wenn Sie mir am Telefon sagen können, was ausgelaufen ist und wie lange es schon da ist, kann ich Ihnen meist schon eine erste Einschätzung geben.

11 + 8 =

Ihre Angaben nutze ich ausschließlich, um Sie zurückzurufen. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise in der Datenschutzerklärung.

Am besten, ich sehe es mir an

Bei Flecken entscheidet der Einzelfall, und eine Ferndiagnose wäre geraten. Ich komme vorbei, mache an einer kleinen Stelle einen Versuch und sage Ihnen danach ehrlich, was geht und was nicht. Das kostet Sie nichts.

Jetzt anrufen: 07581 5349001
So läuft die kostenlose Musterprobe ab
oder über das Kontaktformular schreiben

Ich arbeite in Bad Saulgau, Sigmaringen, Riedlingen, Mengen, Pfullendorf, Bad Waldsee, Ravensburg, Weingarten, Friedrichshafen, Überlingen und der Umgebung.