Glossar Steinpflege: Begriffe von Algen bis Zementschleier
Dieses Glossar erklärt die Begriffe, die beim Reinigen, Schützen und Verfugen von Steinflächen im Freien fallen, jeweils in wenigen Sätzen und mit Link zum passenden Ratgeber. Viele Begriffe klingen ähnlich und meinen Verschiedenes: Imprägnieren ist nicht Versiegeln, Moos ist keine Flechte, Fugensand ist kein Fugenmörtel. Den Unterschied finden Sie jeweils direkt beim Begriff.
A
Abwasser und Gully
Abwasser heißt beim Reinigen von Stein das Spülwasser mit Schmutz, Reiniger, Öl oder Säure, und der Gully ist dafür der falsche Weg. Viele Straßeneinläufe führen nicht in die Kläranlage: Im Trennsystem fließt Regenwasser direkt in ein Gewässer oder über ein Regenklärbecken. Die Abwassersatzung der Stadt Bad Saulgau schließt Öle, Fette, Säuren und Laugen von der Einleitung in die Kanalisation aus, andere Gemeinden regeln das in eigenen Satzungen. Was Sie stattdessen tun, steht unter Abwasser beim Flecken auf Stein entfernen.
Algen
Algen sind Organismen, die von Licht, Wasser und Kohlendioxid leben und auf Stein meist als grüner, bei Nässe schmieriger Film wachsen, am häufigsten als Grünalgen. Ein reiner Algenbelag schadet dem Stein nach heutigem Wissen nicht, macht Platten und Stufen aber rutschig. Anders als bei Moos fallen Mittel gegen Algen nicht unter das Pflanzenschutzrecht, gegen sie sind auf Pflaster zugelassene Biozide erlaubt. Siehe auch Schwarzalgen und Biozid. Wie Sie Algen und Pilze auf Steinen entfernen, steht im Ratgeber.
Ausblühungen
Ausblühungen sind weiße Flecken oder Schleier auf jungem Beton: Wasser löst Calciumhydroxid aus dem Zement, trägt es an die Oberfläche, und dort wird daraus mit dem Kohlendioxid der Luft Kalk. Sie schaden dem Stein nicht, gelten nach Herstellerangaben in der Regel nicht als Mangel und verschwinden durch Regen und Nutzung meist innerhalb von ein bis zwei Jahren. Anders als Zementschleier kommen sie aus dem Stein selbst, siehe auch Zementschleier. Mehr dazu im Ratgeber Ausblühungen auf Pflaster.
B
Betonpflaster
Betonpflaster sind Pflastersteine aus Beton, aufgebaut aus zwei Schichten: unten der graue Kernbeton für die Festigkeit, oben eine dünne Vorsatzschicht, die Farbe und Oberfläche gibt. Säure, Tausalz und der offene Hochdruckstrahl greifen genau diese obere Schicht an. Beton ist offenporig, Flüssigkeiten wie Öl dringen schneller ein als bei Naturstein. Siehe auch Vorsatzschicht und Verbundpflaster. Wie Sie Betonpflaster reinigen, ohne die Oberfläche zu beschädigen, steht im Ratgeber.
Betonplatten
Betonplatten sind Platten aus Beton für Terrasse, Weg und Balkon, glatt oder als Waschbeton mit sichtbaren Kieseln. Gereinigt werden sie mit Wasser, Neutral- oder Schmierseife und einem harten Besen, bei Fett und festem Schmutz mit Soda. Säure wie Essig oder Zitronensäure greift Beton an, der Strahl des Hochdruckreinigers raut die Oberfläche auf. Siehe auch Waschbeton. Alles Weitere unter Betonplatten und Waschbeton reinigen.
Biozid
Ein Biozid ist ein Mittel, das Schadorganismen wie Algen auf andere Art als durch bloße mechanische Einwirkung zerstört oder unschädlich macht. Auf Stein sind das die Grünbelagentferner, und auf Pflaster ist mit ihnen nur die Behandlung gegen Algen und Flechten zulässig. Zugelassene Mittel tragen eine Zulassungsnummer auf dem Etikett, gemeldete, noch nicht abschließend geprüfte eine Registrierungsnummer. Anders als ein Pflanzenschutzmittel richtet sich ein Biozid nicht gegen Moos oder Unkraut, siehe auch Pflanzenschutzmittel. Mehr dazu unter Grünbelagentferner und Biozide.
Blaualgen
Blaualgen, auch Cyanobakterien, sind genau genommen Bakterien, die Fotosynthese betreiben. Trocken bilden sie dunkle, flockige Schichten, nass quellen sie zu grünen bis grünbraunen, glitschigen Matten auf. Ihre Gallerthülle lässt sie lange Trockenzeiten und Frost überstehen, darum finden sie sich auch auf Terrassen, die zeitweise in der Sonne liegen. Hinter vielen Schwarzalgen stecken Blaualgen, siehe auch Schwarzalgen. Wie Sie Blaualgen und Schwarzalgen entfernen, steht im Ratgeber.
BSV-Langzeitschutz®
Der BSV-Langzeitschutz® ist eine lasierende Veredelung mit natürlichen Pigmenten, die ich nach der Reinigung auftrage: Er füllt die aufgeraute Oberfläche, frischt die Farbe auf, bleibt wasserdurchlässig und atmungsaktiv und wirkt gegen Neubefall mit Algen und Flechten. Anders als eine Versiegelung bildet er keinen Film, anders als eine Imprägnierung schließt er die raue Oberfläche wieder. Der Name ist eine eingetragene Wortmarke der Systemzentrale von Steinfresh®, im Baumarkt gibt es das Material nicht. Auf den Schutz gebe ich sieben Jahre Garantie, solange die jährliche Flächenpflege beauftragt bleibt. Den Unterschied erklärt die Seite BSV-Langzeitschutz® statt Versiegelung.
Bürstenwalze
Eine Bürstenwalze ist ein Gerät oder Aufsatz mit rotierenden Bürsten, der die Fläche schrubbt, statt sie abzustrahlen, im Handel oft als Terrassenreiniger verkauft. Betonsteinhersteller empfehlen solche Aufsätze, weil sie mit deutlich weniger Druck arbeiten und die Fugenfüllung meist nicht ausspülen. Anders beim Flächenreiniger: Unter seiner Haube arbeitet der volle Druck des Hochdruckreinigers. Viele Mietgeräte sind ab Werk für Holz ausgestattet, für Stein braucht es passende Walzen. Siehe auch Flächenreiniger. Was welches Gerät kostet, steht unter Bürstenwalze, Mietgerät oder Profi.
E
Essig als Grundstoff
Essig ist eine Säure, die das EU-Recht als sogenannten Grundstoff gegen Unkraut auf versiegelten Flächen zugelassen hat, unter engen Auflagen: höchstens 6 % Säure, höchstens zweimal im Jahr im Abstand von 7 bis 21 Tagen, nur bei über 20 Grad und nur auf den befallenen Stellen. Essigessenz und unverdünnter Essig sind gegen Unkraut verboten, und Essig flächig über eine vermooste Einfahrt zu gießen, deckt die Ausnahme nicht. Auf Betonstein, Zementfugen und Kalkstein greift die Säure das Material an, deshalb rate ich ab. Siehe auch Pflanzenschutzgesetz § 12. Die Einzelheiten stehen unter Essig gegen Unkraut in Fugen.
F
Feinsteinzeug
Feinsteinzeug ist eine fast dichte keramische Platte, die nach der Norm DIN EN 14411 zur Gruppe BIa gehört und höchstens 0,5 Prozent Wasser aufnimmt. Schmutz und Grünbelag sitzen deshalb auf der Oberfläche und in den Fugen, nicht in der Platte. Imprägnieren ist bei Feinsteinzeug meist weder nötig noch sinnvoll, anders als bei offenporigem Beton. Die Schwachstelle sind die Fugen, siehe auch Fuge. Wie Sie eine Feinsteinzeug-Terrasse reinigen, steht im Ratgeber.
Fester Fugensand
Fester Fugensand ist Fugensand mit Bindemittel, der nach dem Einkehren mit Wasser aktiviert wird und in der Fuge fest wird, ohne dicht zu werden. Er passt auf Sand- oder Splittbett, lässt Regenwasser versickern und mindert laut Hersteller den Wuchs in der Fuge, verhindert ihn aber nicht. Anders als loser Fugensand härtet er aus, für den Hochdruckreiniger ist er laut Hersteller trotzdem nicht geeignet. Siehe auch Fugensand und Wertfuge. Den Vergleich finden Sie unter Fugensand oder Fugenmörtel.
Flächenpflege
Die Flächenpflege ist der vierte Schritt der Steinfresh Methode®: Einmal im Jahr komme ich wieder, sprühe das Pflegemittel auf, das den BSV-Langzeitschutz® wieder aktiviert, sehe mir Oberfläche und Fugen an und fülle abgesackte Stellen nach. Sie kostet extra, was sie für Ihre Fläche kostet, sage ich beim Termin. Beauftragt wird sie mit dem Home Care Plus Pass, und sie ist die Bedingung für die sieben Jahre Garantie auf den BSV-Langzeitschutz®. Siehe auch Home Care Plus Pass. Wie sie in die Steinfresh Methode® mit jährlicher Flächenpflege gehört, steht auf der Seite zur Methode.
Flächenreiniger
Ein Flächenreiniger ist ein Aufsatz für den Hochdruckreiniger, der den Wasserstrahl unter einer Haube gleichmäßig über die Fläche führt und nicht spritzt. Er verhindert die Streifen, die ein Punktstrahl hinterlässt, unter der Haube arbeitet aber derselbe Druck. Ich arbeite selbst mit einem Flächenreiniger, mit Heißwasser bis 95 Grad und kontrolliertem Druck, nachdem ein Reinigungskonzentrat eingewirkt hat. Siehe auch Kantenlanze und Bürstenwalze. Mehr unter Hochdruckreiniger mit Flächenreiniger auf Pflaster.
Flechten
Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus einem Pilz und einer Grünalge oder Blaualge und sitzen als runde graue, weiße oder gelbe Flecken fest auf dem Stein. Krustenflechten sind mit ihrer ganzen Unterseite mit dem Untergrund verbunden und lösen mit ihrer Säure Mineralsalze aus dem Stein, darum reicht Abwischen nicht. Anders als gegen Moos, eine Pflanze, dürfen Sie gegen Flechten auf Pflaster zugelassene Biozide einsetzen. Manche Flechten wachsen nur wenige Millimeter bis einen Zentimeter im Jahr. Siehe auch Moos. Wie Sie Flechten auf Pflastersteinen entfernen, steht im Ratgeber.
Fuge
Die Fuge ist der Spalt zwischen zwei Steinen, und das Fugenmaterial darin sitzt wie ein Keil: Jeder Stein stützt sich seitlich an seinem Nachbarn ab. Wird das Material durch Regen, Benutzung oder Reinigung ausgetragen und nicht ersetzt, können sich Steine lockern, verschieben oder kippen. In einer leeren Fuge sammeln sich Erde und Feuchtigkeit, darin wachsen Moos und Unkraut. Siehe auch Fugensand, Fugenmörtel und Wertfuge. Woran Sie kaputte Fugen erkennen, steht unter Fugen reinigen und Fugensanierung.
Fugenmörtel
Fugenmörtel ist ein Mörtel, der für einen Zweck gemacht ist: Fugen zwischen Steinen dauerhaft zu füllen. Zementgebundener Fugenmörtel wird nach dem Erhärten sehr fest und wasserundurchlässig, gehört in der Regel in die gebundene Bauweise und braucht Fugen ab 5 mm. Mörtel auf Kunstharzbasis ist oft wasserdurchlässig und passt ab 3 mm Fugenbreite auch auf durchlässigen Aufbau. Anders als Fugensand bleibt er fest in der Fuge, aus gebundenen Flächen lassen sich ausgebaute Steine aber kaum wieder als Pflaster verwenden. Siehe auch Fugensand. Den Vergleich finden Sie unter Fugensand oder Fugenmörtel.
Fugensand
Fugensand ist loses Fugenmaterial aus Sand oder einem Gemisch aus Brechsand und Splitt, das trocken in die Fugen gekehrt wird. Er ist die Regelbauweise für Pflaster auf Sand- oder Splittbett, bei Betonpflaster für Fugen von 3 bis 5 mm. Steine lassen sich damit aufnehmen und wieder verlegen, dafür tragen Regen, Benutzung und jede Reinigung ihn nach und nach aus, und Unkraut findet darin Halt. Siehe auch Fester Fugensand und Fugenmörtel. Welches Material wohin gehört, steht unter Fugensand oder Fugenmörtel für Pflaster.
Fugensanierung
Eine Fugensanierung heißt, die alte Füllung samt Wurzeln, Moos und Erde bis in die Tiefe auszuräumen und die Fuge danach vollständig neu zu füllen. Neuen Sand obenauf kehren ist keine Sanierung, eine dichte Versiegelung der Fugen auch nicht. Ich räume mit Heißwasser, Druck und Kantenlanze aus und fülle bevorzugt mit der Wertfuge, den Preis nenne ich nach Besichtigung, weil er stark von der Fugenbreite abhängt. Siehe auch Wertfuge. Ablauf und Kosten stehen auf der Seite zur Fugensanierung.
G
Gebundene Bauweise
In der gebundenen Bauweise liegen die Steine in einem Mörtelbett auf einer gebundenen, durchlässigen Tragschicht, und die Fugen werden mit Mörtel gefüllt. Sie gilt als Sonderbauweise, die zwischen Auftraggeber und Ausführendem schriftlich vereinbart werden sollte, dafür gibt es ein eigenes Merkblatt, das M FPgeb in der Ausgabe 2018. Die Bauweise muss in allen Schichten konsequent umgesetzt werden, zementgebundener Mörtel auf losem Sandbett ist eine Mischbauweise und nicht fachgerecht. Siehe auch Ungebundene Bauweise und Trass. Mehr dazu unter gebundene Bauweise und Fugenmörtel.
Gehweg-Reinigungspflicht
Die Gehweg-Reinigungspflicht ist die Pflicht, den öffentlichen Gehweg vor dem eigenen Grundstück sauber zu halten, im Winter zu räumen und bei Glätte zu streuen. In Baden-Württemberg liegt sie zunächst bei der Gemeinde, die sie nach § 41 Abs. 2 des Straßengesetzes per Satzung ganz oder teilweise auf die Anlieger übertragen kann, so etwa in Bad Saulgau, Pfullendorf und Bad Buchau. Die Bad Saulgauer Satzung nennt als Reinigung ausdrücklich das Beseitigen von Schmutz, Unrat, Unkraut und Laub. Was genau gilt, steht in der Satzung Ihrer Gemeinde. Siehe auch Verkehrssicherungspflicht. Mehr unter Einfahrt und Gehweg reinigen.
Granit
Granit ist ein hartes Silikatgestein, kratzfest und gegen die gebräuchlichen Reinigungsmittel unempfindlich. Draußen ist er meist geflammt, gestockt oder gesägt, damit er nass griffig bleibt, und was ihn grau und stumpf macht, ist fast immer ein Belag. Vorsicht brauchen dunkle und gelbliche Sorten, denn nicht alles, was als Granit verkauft wird, ist geologisch einer, und manche Granite enthalten Eisen und rosten beim nassen Reinigen nach. Siehe auch Silikatgestein und Rostfleck. Wie Sie Granit reinigen und pflegen, steht im Ratgeber.
Grünbelag
Grünbelag ist der Sammelname für das, was auf Pflaster und Terrasse grün oder dunkel wächst: meist Grünalgen, dazu Moos in den Fugen, Flechten als feste Flecken und dunkle Beläge aus Blaualgen und Pilzen. Er bildet sich, wo eine Fläche lange feucht bleibt, und findet in einer mit den Jahren rau gewordenen Oberfläche Halt. Weil jeder Bestandteil anders reagiert, hilft nicht jedes Mittel gegen jeden. Grünspan heißt streng genommen der grüne Belag auf Kupfer, auf Stein meint man damit den Grünbelag. Siehe auch Algen, Moos und Flechten. Die Übersicht steht unter Grünbelag entfernen.
Grünbelagentferner
Ein Grünbelagentferner ist ein Biozid, das Algen und Flechten auf dem Stein abtötet. Den abgestorbenen Belag entfernt er nicht, der muss durch Regen, Besen oder Bürste herunter, und vor dem nächsten Befall schützt er die Oberfläche nicht. Gegen Moos und Unkraut darf er auf befestigten Flächen nicht eingesetzt werden. Einige Wirkstoffe sind als sehr giftig für Wasserorganismen eingestuft, darum gehört kein Rest in Gully, Teich oder Beet. Siehe auch Biozid. Mehr unter Grünbelagentferner: was hilft, was schadet.
H
Handwerkerleistung § 35a EStG
Für Handwerkerleistungen im eigenen Haushalt können Sie nach § 35a EStG 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von der Einkommensteuer abziehen, höchstens 1.200 € im Jahr. Das gilt nur für Arbeitskosten, nicht für Material, und setzt eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Betriebs voraus. Wer bar an der Haustür zahlt, verliert diese Möglichkeit, selbst mit Quittung. Ob und in welcher Höhe Sie die Kosten ansetzen können, entscheidet Ihre Steuerberatung im Einzelfall. Mehr unter Steinreinigung als Handwerkerleistung absetzen.
Haustürgeschäft
Ein Haustürgeschäft ist ein Vertrag, den ein Verbraucher außerhalb von Geschäftsräumen schließt, etwa an der Haustür oder in der eigenen Einfahrt. Solche Verträge sind erlaubt und wirksam, der Gesetzgeber gibt Verbrauchern aber ein besonderes Widerrufsrecht, weil man an der Tür überrumpelt werden kann. Unseriös wird es durch die Art des Verkaufs: Druck, versteckte Preise, Bargeld. Bei mir bekommen Sie vor Ort ein Angebot, keinen Vertrag. Siehe auch Widerrufsrecht. Woran Sie unseriöse Steinreinigung an der Haustür erkennen, steht im Ratgeber.
Heißwasserreinigung
Bei der Heißwasserreinigung löst heißes Wasser Grünbelag und fettigen Schmutz, deshalb reicht weniger Druck als mit einem Kaltwassergerät. Ich reinige mit Wasser bis 95 Grad und kontrolliertem Druck, nachdem ein biologisch abbaubares Reinigungskonzentrat eingewirkt hat. Heißwasser-Hochdruckreiniger zur Miete erreichen je nach Modell bis 80 Grad, kosten rund 95 € brutto am Tag und brauchen Diesel für den Brenner. Mit hohem Druck und Punktstrahl schadet auch heißes Wasser der Oberfläche. Siehe auch Hochdruckreiniger. Den Gerätevergleich finden Sie unter Heißwasser-Hochdruckreiniger mieten oder Profi.
Hochdruckreiniger
Ein Hochdruckreiniger reinigt mit einem scharfen Wasserstrahl unter hohem Druck. Auf Betonstein raut der Strahl die Oberfläche auf und spült Fugenmaterial aus, das schreiben Hersteller von Betonpflaster und sogar ein Hersteller von Hochdruckreinigern, und auf der rauen Oberfläche setzt sich Schmutz danach stärker fest. Harte Natursteine wie Granit und Basalt vertragen ihn eher, ihre Fugen nicht. Auch ich arbeite mit Druck, der Unterschied liegt im Verfahren davor und im Schutz danach. Siehe auch Flächenreiniger. Ob Sie Pflastersteine mit dem Hochdruckreiniger reinigen sollten, steht im Ratgeber.
Home Care Plus Pass
Der Home Care Plus Pass ist die jährliche Flächenpflege, die nach der Veredelung mit dem BSV-Langzeitschutz® beauftragt wird. Solange er beauftragt bleibt, gebe ich sieben Jahre Garantie auf den Schutz, ohne die jährliche Pflege greift die Garantie nicht. Was die Pflege für Ihre Fläche kostet, sage ich beim Termin. Endet sie, bleibt die Fläche behandelt, es entfallen die jährliche Auffrischung und die Garantie. Siehe auch Flächenpflege. Die Bedingung steht ausführlich unter Home Care Plus Pass und Garantie.
Hydrophobierung
Hydrophobierung ist der Fachbegriff für eine wasserabweisende Imprägnierung: Das Mittel zieht in die Poren ein und macht ihre Wände wasserabweisend, die Poren bleiben offen, ein Film entsteht nicht. Betonsteinhersteller nennen für Hydrophobierung und Imprägnierung einen Schutz vor Verschmutzung etwa für die ersten zwei bis drei Jahre. Gegen Algen und Flechten ist sie nicht gemacht, und eine raue Oberfläche bleibt rau. Siehe auch Imprägnieren. Mehr unter Hydrophobierung und Pflastersteine imprägnieren.
I
Imprägnieren
Imprägnieren heißt, ein Mittel in die Poren des Steins einziehen zu lassen, das ihn wasser- und schmutzabweisend macht, ohne einen geschlossenen Film zu bilden. Anders als beim Versiegeln bleiben die Poren offen, anders als der BSV-Langzeitschutz® füllt eine Imprägnierung die aufgeraute Oberfläche nicht. Auf neuen Steinen ohne werkseitigen Schutz hält sie Schmutz eine Zeit lang aus den Poren, Pflicht ist sie nicht, und Hochdruck oder saure Reiniger können sie zerstören. Siehe auch Versiegeln und Hydrophobierung. Wofür es taugt, steht unter Pflastersteine imprägnieren.
K
Kantenlanze
Die Kantenlanze ist das Werkzeug, mit dem ich bei der Reinigung an Hauswand, Stufen und Rändern entlanggehe, während der Flächenreiniger die freie Fläche übernimmt. Sie gehört mit Heißwasser bis 95 Grad und kontrolliertem Druck zum ersten Schritt der Steinfresh Methode®. Vor einer Fugensanierung räume ich mit ihr auch die Fugen aus und fülle sie danach wieder. Siehe auch Flächenreiniger. Den Ablauf beschreibt die Seite zur Steinfresh Methode® mit Flächenreiniger und Kantenlanze.
Karbonatgestein
Karbonatgestein, auch Kalkgestein, ist Naturstein aus Kalk: Marmor, Kalkstein, Jura, Solnhofener Platten und Travertin. Es verträgt nur Reiniger von pH 7 bis 10, Säure macht seine Oberfläche matt, rau und stumpf. Ob ein Stein Kalk enthält, zeigt ein Tropfen Essig an einer verdeckten Stelle: Schäumt es, ist Kalk im Stein, danach sofort mit viel Wasser abspülen. Bei kalkhaltigem Naturstein im Freien rate ich ab und gebe keine Gewährleistung. Siehe auch Silikatgestein. Die Gruppen erklärt die Seite Naturstein reinigen nach Silikat- und Karbonatgestein.
Kopfsteinpflaster
Kopfsteinpflaster ist Pflaster aus Naturstein wie Granit, Basalt oder Porphyr, mit gespaltener oder rauer Oberfläche und breiten Fugen. Der Stein ist hart und verträgt viel, die Schwachstelle sind die Fugen: In ihnen steckt viel Sand, und der Hochdruckstrahl holt ihn mit heraus. Unkraut kommt mit Fugenkratzer oder heißem Wasser aus den Fugen, Säure lassen Sie weg, weil einzelne Sorten mit Verfärbungen oder Rost reagieren. Siehe auch Natursteinpflaster. Wie Sie Kopfsteinpflaster reinigen, steht im Ratgeber.
M
Marmor
Marmor ist ein durch Druck und Hitze umgewandelter Kalkstein, in der Regel dicht und wie alle Kalkgesteine säureempfindlich. Unter dem Klima Mitteleuropas gilt er im Freien als nicht verwitterungsbeständig, seine Oberfläche raut im sauren Regenwasser schnell auf. Anders als Travertin hat er meist keine großen Poren. Bei Marmor im Freien rate ich ab und gebe keine Gewährleistung, Innenböden schleife und poliere ich nicht. Siehe auch Travertin und Karbonatgestein. Mehr unter Marmor und Kalkstein beim Naturstein reinigen.
Moos
Moos ist eine genügsame Pflanze ohne echte Wurzeln, die sich mit feinen Zellfäden, den Rhizoiden, festhält und Wasser vor allem über die Blättchen aufnimmt. Auf Pflaster wächst es zuerst in Fugen und im Schatten, wo sich Erde und Feuchtigkeit sammeln, oft ein Zeichen, dass Fugenmaterial fehlt. Mittel gegen Moos sind Pflanzenschutzmittel und auf Pflaster verboten, eine Ausnahme kann nur die Behörde genehmigen, anders als bei Algen und Flechten. Siehe auch Flechten. Wie Sie Moos auf Steinen entfernen, steht im Ratgeber.
Musterprobe
Die Musterprobe ist ein Stück Ihrer eigenen Fläche, das ich kostenlos reinige und mit dem BSV-Langzeitschutz® veredele, direkt neben dem unbehandelten Bereich. Der Termin dauert etwa eine halbe Stunde, ich messe dabei auf und nenne den Preis für die ganze Fläche, vor Ort bekommen Sie ein Angebot und keinen Vertrag. Davon zu unterscheiden ist meine Musterfläche in Moosheim, eine Einfahrt, die ich absichtlich nur zur Hälfte gemacht habe. So läuft die kostenlose Musterprobe ab.
N
Nanoversiegelung
Eine Nanoversiegelung ist eine Form der Versiegelung, die als dichter Film über der Steinoberfläche liegt. Der Film schließt die Mulden einer rauen Oberfläche nicht, er überzieht sie nur, und Wasser bleibt darauf stehen. Anders als der BSV-Langzeitschutz®, der matt und wasserdurchlässig bleibt, verschließt sie die Poren. Ich versiegele nicht. Siehe auch Versiegeln. Die Nachteile stehen unter Nanoversiegelung und Pflastersteine versiegeln.
Natron
Natron, auch Speisesoda oder Backsoda, ist Natriumhydrogencarbonat: basisch wie Soda, aber deutlich milder, und es reizt die Haut nicht. Pflaster und Terrasse schadet es nicht, für eine ganze Fläche ist es aber zu schwach. Wer „mit Soda“ liest und Natron aus dem Backregal nimmt, wundert sich, warum sich nichts tut. Backpulver enthält Natron und bringt auf Stein nichts zusätzlich. Siehe auch Soda. Mehr unter Pflastersteine mit Hausmitteln wie Natron reinigen.
Naturstein
Naturstein ist natürlich gewachsenes Gestein, das als Platte, Pflaster, Stufe oder Mauer verbaut wird. Für die Reinigung zählen drei Gruppen: säurefestes Silikatgestein wie Granit, säureempfindliches Karbonatgestein wie Marmor und Travertin und Sandstein, der je nach Bindemittel zur einen oder anderen Seite gehört. Gleich aussehende Steine verhalten sich beim Reinigen oft völlig verschieden, deshalb kommt die Frage nach dem Gestein vor der Frage nach dem Mittel. Ich reinige Naturstein im Freien, Innenböden schleife und poliere ich nicht. Die Übersicht steht unter Naturstein reinigen.
Natursteinpflaster
Natursteinpflaster ist der Oberbegriff für Pflaster aus Naturstein, vom Kopfsteinpflaster bis zu Pflastersteinen aus Granit, Basalt oder Porphyr. Es soll nicht glänzen: Seine Oberfläche ist gespalten oder rau, und genau das macht es trittsicher. Bei normaler Nutzung genügt es, den Belag abzukehren und von Zeit zu Zeit nass zu schrubben. Liegt es im Splitt, gehört keine starre Fuge hinein. Siehe auch Kopfsteinpflaster. Mehr unter Natursteinpflaster und Kopfsteinpflaster reinigen.
O
Oberflächenschutz
Oberflächenschutz heißt alles, was eine Steinoberfläche vor Verschmutzung schützen soll, von der Imprägnierung bis zur Beschichtung, die viele Hersteller schon im Werk aufbringen. Er hält Verschmutzungen eine gewisse Zeit aus dem Porengefüge fern, ist laut Hersteller aber kein Selbstreinigungseffekt: Gefegt und gewaschen wird weiter. Säurehaltige Reiniger können ihn teilweise oder ganz zerstören, Hochdruck ebenso. Steine mit werkseitigem Oberflächenschutz brauchen meist nur Wasser und einen milden Reiniger. Siehe auch Imprägnieren. Mehr unter werkseitiger Oberflächenschutz und Imprägnieren.
Ölfleck
Ein Ölfleck auf Pflaster bleibt, weil Betonstein offenporig ist und Öl hineinzieht, statt obenauf zu liegen. Frisches Öl saugen Sie sofort mit Katzenstreu oder Ölbindemittel auf, ohne zu reiben, eingetrocknete Flecken brauchen eine Paste aus Lösemittel und stark saugenden Feststoffen, oft in mehreren Durchgängen. Säure und Hochdruck helfen nicht. Ein alter, tief eingezogener Fleck wird meist deutlich heller, aber nicht immer ganz weg. Siehe auch Abwasser und Gully. Schritt für Schritt steht es unter Ölflecken auf Pflaster entfernen.
P
Pflanzenschutzgesetz § 12
Nach § 12 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz dürfen Pflanzenschutzmittel nicht auf befestigten Freilandflächen angewendet werden, also etwa auf Garagenzufahrt, Weg, Terrasse, Parkplatz und Hof. Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde genehmigen, wenn der Zweck vordringlich ist und sich mit zumutbarem Aufwand nicht anders erreichen lässt. Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 50.000 € geahndet werden. Im Zweifel hilft der Pflanzenschutzdienst des Landes oder die Gemeinde weiter. Siehe auch Pflanzenschutzmittel. Welche Mittel nach dem Pflanzenschutzgesetz auf Pflaster verboten sind, steht im Ratgeber zum Grünbelag.
Pflanzenschutzmittel
Pflanzenschutzmittel sind nach EU-Recht Produkte, die unerwünschte Pflanzen vernichten oder ihr Wachstum hemmen, mit Ausnahme von Algen. Moosvernichter und Unkrautvernichter gehören dazu, und das Umweltbundesamt zählt auch Salz und Hausmittel dazu, sobald sie gegen Unkraut eingesetzt werden. Auf befestigten Flächen sind sie nach § 12 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz verboten. Anders als Biozide gegen Algen und Flechten haben sie auf Pflaster nichts verloren. Siehe auch Biozid und Pflanzenschutzgesetz § 12. Den Unterschied erklärt die Seite Biozid oder Pflanzenschutzmittel beim Grünbelagentferner.
Pflasterreinigung
Pflasterreinigung ist die Reinigung gepflasterter Flächen wie Einfahrt, Hof, Stellplatz und Weg aus Beton- oder Natursteinpflaster. Bei mir gehören dazu Vorsprühen mit einem biologisch abbaubaren Konzentrat, Heißwasser bis 95 Grad mit kontrolliertem Druck, danach der BSV-Langzeitschutz® und auf Wunsch neue Fugen. Reinigung und Schutz kosten zusammen 22,46 bis 28,60 € je m² inklusive Mehrwertsteuer. Eine schnelle Hochdruckwäsche ohne Schutz danach biete ich nicht an. Siehe auch Steinreinigung. Mehr unter Pflasterreinigung für Einfahrt und Hof.
Pilze
Pilze betreiben keine Fotosynthese, sie leben von organischem Material wie Schmutz auf der Oberfläche oder Erde in Fuge und Bettung. Auf Pflaster zeigen sie sich als Hutpilze in den Fugen oder als schwarze Punkte und Beläge auf dem Stein. Der Hutpilz ist nur der Fruchtkörper, das Myzel lebt im Untergrund weiter, darum hilft nur, die Fuge auszukratzen und neu zu füllen. Anders als Algen brauchen Pilze kein Licht, sondern Nahrung, und streng genommen sind auch Flechten Pilze. Siehe auch Flechten. Wie Sie Pilze auf Pflastersteinen entfernen, steht im Ratgeber.
Polygonalplatten
Polygonalplatten sind unregelmäßig gebrochene Natursteinplatten, zwischen denen deutlich mehr Fuge liegt als bei rechteckigen Platten. Genau dort setzen sich Moos und Grünbelag zuerst fest, und dort richtet Druck am meisten an, deshalb kommen die Fugen mit dem Fugenkratzer vor dem Schrubben dran. Wegen der vielen Fugen sind Reinigung und Schutz bei Polygonalplatten teurer, den Preis nenne ich nach der Besichtigung. Siehe auch Naturstein. Mehr unter Polygonalplatten auf der Naturstein-Terrasse reinigen.
R
Rostfleck
Ein Rostfleck auf Stein ist meist ein Abdruck von außen: Etwas Eisenhaltiges hat dort gelegen, gestanden oder getropft, etwa Möbelfüße, Pflanzkübel, Dünger oder eisenhaltiges Brunnenwasser. Seltener kommt der Rost aus dem Stein selbst, weil manche Granite und Gneise Eisen enthalten. Das Mittel richtet sich nach der Steinart: auf Beton, Marmor und Kalkstein ein säurefreier Rostentferner, auf säurefestem Hartgestein auch ein saurer. Solange die Ursache bleibt, entstehen neue Flecken. Wie Sie Rostflecken auf Stein entfernen, steht im Ratgeber.
S
Sandstein
Sandstein besteht aus Quarzkörnern, die ein kieseliges, kalkiges oder toniges Bindemittel zusammenhält. Ob er Säure verträgt, hängt von diesem Bindemittel ab: Ist er kalkig gebunden, löst Essig genau das, was die Körner hält, und der Stein wird mürbe. Er ist weicher und offener als Granit, deshalb wird er mit Wasser, weicher Bürste, mildem Reiniger und wenig Druck gereinigt. Sandstein im Freien reinige und schütze ich nach einer Musterprobe. Siehe auch Naturstein. Mehr unter Sandstein und Travertin reinigen.
Schwarzalgen
Schwarzalgen ist ein Sammelbegriff für dunkle bis schwarze Beläge auf Stein, hinter denen meist Blaualgen, dunkle Pilze oder dunkle Flechten stecken. Sie sitzen tief in den Poren, überstehen lange Trockenheit und werden bei Nässe glitschig. Entfernt werden sie mit heißem Wasser, harter Bürste und Geduld, oft in mehreren Durchgängen, gegen Algen und Flechten sind zusätzlich zugelassene Biozide erlaubt. Vor dem BSV-Langzeitschutz® darf nichts davon zurückbleiben, sonst zeigen sich Monate später helle Stellen. Siehe auch Blaualgen. Wie Sie Schwarzalgen entfernen, steht im Ratgeber.
Silikatgestein
Silikatgestein, auch Hartgestein, ist säurefester Naturstein wie Granit, Gneis, Basalt, Porphyr und Quarzit. Es verträgt Reiniger von pH 3 bis 10, eine kräftige Bürste, Heißwasser und bei Bedarf ein saures Mittel gegen Zementschleier, Kalkränder oder Rost, vorher an einer Musterfläche getestet. Beim Essigtest an verdeckter Stelle bleibt es still, anders als Karbonatgestein. Draußen liegt es oft als Treppe, Pflaster, Weg oder Mauerabdeckung. Siehe auch Karbonatgestein. Mehr unter Silikatgestein und andere Natursteine reinigen.
Soda
Soda, genauer Waschsoda, ist Natriumcarbonat: ein stark basisches Pulver, das in warmem Wasser Fett, festen Schmutz und dünnen Grünbelag löst. Üblich sind 1 bis 5 Esslöffel auf 10 Liter warmes Wasser, eine einprozentige Lösung hat einen pH-Wert von 11 bis 11,45, darum gehören Handschuhe und Schutzbrille dazu. Auf Betonpflaster, Betonplatten und Waschbeton taugt Soda gut, auf Granit und Marmor nicht, und es wirkt bleichend. Anders als Natron reinigt es deutlich kräftiger. Siehe auch Natron. Wie es geht, steht unter Pflastersteine mit Soda reinigen.
Splittbett
Das Splittbett ist die Schicht aus Splitt, in der Pflaster oder Platten in der ungebundenen Bauweise liegen, daneben gibt es das Sandbett. In die Fugen darüber gehört loses Fugenmaterial, fester Fugensand oder ein wasserdurchlässiger Mörtel auf Kunstharzbasis, kein zementgebundener Mörtel. Fugenmaterial und Bettung müssen zueinander passen, damit das Fugenmaterial nicht in die Hohlräume der Bettung abwandert. Siehe auch Ungebundene Bauweise. Mehr unter Fugensand oder Fugenmörtel auf Splittbett.
Steinfresh Methode®
Die Steinfresh Methode® ist das Verfahren, nach dem ich als Partner im Steinfresh®-System arbeite, in vier Schritten: reinigen, mit dem BSV-Langzeitschutz® veredeln, Fugen füllen, einmal im Jahr pflegen. Gereinigt wird nach dem Vorsprühen mit einem biologisch abbaubaren Konzentrat mit Heißwasser bis 95 Grad und kontrolliertem Druck. Methode und Material gibt die Systemzentrale vor, das System ist seit über 20 Jahren am Markt, ich bin seit Januar 2025 Partner. Der Unterschied zum Hochdruckreiniger liegt nicht im Verzicht auf Druck, sondern im Verfahren davor und im Schutz danach. Mehr zur Steinfresh Methode® und zur Garantie auf der eigenen Seite.
Steinreinigung
Steinreinigung ist der Oberbegriff für das Reinigen von Steinflächen wie Pflaster, Einfahrt, Hof, Weg, Terrasse, Treppe und Balkon. Eine reine Reinigung ohne Schutz kostet am Markt meist deutlich weniger als 10 € je m², bei mir gehört der BSV-Langzeitschutz® immer dazu, zusammen 22,46 bis 28,60 € je m². Holz, Innenböden, Dach und Fassade gehören nicht zu meiner Arbeit. Siehe auch Pflasterreinigung und Terrassenreinigung. Mehr zur Steinreinigung in Oberschwaben und am Bodensee auf der Startseite.
Steinsanierung
Mit Steinsanierung meinen viele das Auffrischen einer alten Fläche: reinigen, die Farbe zurückholen, die Oberfläche schützen, die Fugen erneuern. Streng genommen heißt das renovieren, denn sanieren bedeutet, Funktion und Sicherheit wiederherzustellen, also Unterbau, Gefälle oder Abdichtung zu reparieren. Meine Arbeit gehört zum Auffrischen und passt, solange der Unterbau trägt. Sind Steine abgesackt oder gebrochen oder steht Wasser auf der Fläche, liegt das Problem darunter. Wann Sie die Terrasse sanieren statt neu pflastern können, steht im Ratgeber.
T
Terrassenreinigung
Terrassenreinigung ist die Reinigung von Terrassen aus Betonplatten, Waschbeton, Naturstein oder Feinsteinzeug. Bei mir gehört ein Schutz immer dazu: Heißwasser bis 95 Grad holt den Belag herunter, der BSV-Langzeitschutz® schützt den Stein, ausgespülte Fugen werden neu gefüllt. Für Beton- und Waschbetonplatten gilt meine Staffel von 22,46 bis 28,60 € je m², Feinsteinzeug, Polygonalplatten und Naturstein sehe ich mir vorher an. Holz reinige ich nicht. Siehe auch Steinreinigung. Mehr unter Terrassenreinigung mit Schutz.
Trass
Trass ist ein natürliches Gestein vulkanischen Ursprungs, das fein gemahlen Zement und Mörtel beigemischt wird. Beim Pflaster begegnet es als Trasszement in zementgebundenem Fugenmörtel, der nach dem Erhärten sehr fest und wasserundurchlässig ist, und als Trass-Bettung unter Steinen in gebundener Bauweise. Beides gehört nicht auf ein Sand- oder Splittbett. Die Trass-Bettung war Teil meiner Schulung im März 2025, zusammen mit Pflasterfugenmörtel, Splittbinder und den Regelwerken für den Aufbau einer Fläche. Siehe auch Gebundene Bauweise. Mehr unter Fugenmörtel auf Trasszementbasis.
Travertin
Travertin ist ein Kalkstein, der an kohlensäurehaltigen Quellen entstanden ist, wo das Wasser Kalk ausgefällt hat, und er hat oft große Poren und Hohlräume. Säure ätzt ihn, der Regen greift ihn im Freien langsam an, und in den Poren halten sich Wasser und Schmutz. Offene Poren füllt ein Steinmetz mit Steinkitt, darum gibt es Travertin gespachtelt und ungespachtelt. Bei Travertin draußen rate ich ab und gebe keine Gewährleistung. Siehe auch Marmor und Karbonatgestein. Wie Sie Travertin und Sandstein reinigen, steht im Ratgeber.
U
Ungebundene Bauweise
In der ungebundenen Bauweise liegen Pflaster oder Platten auf einem Bett aus Sand oder Splitt, und die Fugen sind mit losem Material gefüllt. Sie ist die Regelbauweise, die Regelwerke DIN 18318 und ZTV Pflaster-StB beziehen sich ausschließlich auf sie, und viele Einfahrten und Terrassen sind so gebaut. Die Fugen müssen dort immer gefüllt sein, weil sich sonst Steine lockern, feste und wasserdurchlässige Fugen auf Kunstharzbasis sind nach Herstellerangabe ebenfalls möglich. Siehe auch Gebundene Bauweise und Splittbett. Mehr unter ungebundene Bauweise und Fugensand.
V
Verbundpflaster
Verbundpflaster sind Betonsteine, die mit ihrer Form ineinandergreifen, der bekannteste ist der Doppel-T-Stein, den viele Knochenstein nennen. Diese Verzahnung trägt nur, wenn die Fugen voll sind, darum gehört bei Verbundsteinen nach jeder Reinigung ein Blick in die Fugen dazu. Gereinigt werden sie wie jedes Betonpflaster, ohne Säure und ohne offenen Hochdruckstrahl. Siehe auch Betonpflaster. Mehr unter Betonpflaster und Verbundsteine reinigen.
Verkehrssicherungspflicht
Die Verkehrssicherungspflicht verlangt von jedem, der ein Grundstück für andere zugänglich macht, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen, damit niemand zu Schaden kommt. So fasst der Bundesgerichtshof die Pflicht zusammen, die sich aus § 823 BGB ergibt, eine Sicherung, die jede Schädigung ausschließt, verlangt das Gericht ausdrücklich nicht. Nasser Grünbelag auf Pflaster ist glatt, an schattigen Eingängen besonders, das betrifft vor allem Hausverwaltungen und Betriebe. Welche Maßnahmen geboten sind, beurteilt im Zweifel die Rechtsberatung. Siehe auch Gehweg-Reinigungspflicht. Mehr unter Verkehrssicherungspflicht für Hausverwaltung und Gewerbe.
Versiegeln
Versiegeln heißt, eine geschlossene Schicht auf den Stein zu legen, die seine Poren verschließt. Das kann Flecken eine Zeit lang abhalten und die Farbe vertiefen, auf Pflaster im Freien bringt es aber oft Glanz, Wasser, das obenauf stehen bleibt, und eine Schicht, die Hochdruck und saure Reiniger nicht verträgt. Anders als beim Imprägnieren bleiben die Poren nicht offen. Im Gebührenrecht der Gemeinde meint versiegelt etwas anderes, nämlich jede befestigte Fläche, von der Regenwasser in den Kanal läuft. Ich versiegele nicht. Siehe auch Imprägnieren und Nanoversiegelung. Warum, steht unter Pflastersteine versiegeln.
Vorsatzschicht
Die Vorsatzschicht ist die obere, dünne Schicht eines Betonpflastersteins aus feinen Natursteinkörnungen, Edelsplitt und Farbpigmenten, die dem Stein Farbe und Oberfläche gibt. Bei zweischichtigen Pflastersteinen verlangt die Norm DIN EN 1338 mindestens 4 mm. Säure, Tausalz, schleifende Bürsten und der offene Hochdruckstrahl tragen genau diese Schicht ab, darunter liegt der graue Kernbeton. Siehe auch Betonpflaster. Mehr unter Aufbau mit Vorsatzschicht beim Betonpflaster reinigen.
W
Waschbeton
Waschbeton ist Beton, bei dem die oberste Zementschicht ausgewaschen wurde, damit die Kiesel sichtbar werden, die Oberfläche ist dadurch rutschfest. Die Kiesel halten nur durch den Zement zwischen ihnen, und ein harter Strahl wäscht genau diesen Zement heraus. In den Mulden zwischen den Kieseln sitzt Grünbelag tiefer als auf glatten Platten. Gereinigt wird mit Soda oder Seife und harter Bürste, ich arbeite dort mit Heißwasser und sehr wenig Druck. Siehe auch Betonplatten. Wie Sie Waschbeton reinigen, steht im Ratgeber.
Wertfuge
Die Wertfuge ist meine bevorzugte Art, eine ausgeräumte Fuge wieder zu schließen: je nach Fugenbreite ein fester Fugensand oder ein Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis, der in der Fuge aushärtet und offenporig bleibt, sodass Regenwasser versickert. Sie braucht mindestens 3 mm Breite und 30 mm Tiefe, bei befahrenen Flächen zwei Drittel der Steinhöhe, und gehört nur auf wasserdurchlässigen Aufbau oder mindestens 2 % Gefälle. Anders als loser Fugensand bleibt sie bei Starkregen und Reinigung in der Fuge, anders als zementgebundener Mörtel macht sie die Fläche nicht dicht. Siehe auch Fester Fugensand. Mehr zur Wertfuge bei der Fugensanierung.
Widerrufsrecht
Das Widerrufsrecht erlaubt Verbrauchern, einen Vertrag, den sie an der Haustür oder in der eigenen Einfahrt geschlossen haben, innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung zu widerrufen, geregelt in § 312b und § 312g BGB. Hat der Betrieb nicht ordnungsgemäß belehrt, beginnt die Frist nicht, das Recht erlischt dann spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss. Unternehmer wie Hausverwaltungen oder Hotels haben dieses Widerrufsrecht nicht. Es genügt, die Erklärung rechtzeitig abzusenden, im Zweifel berät die Verbraucherzentrale. Siehe auch Haustürgeschäft. Mehr unter Widerrufsrecht bei unseriöser Steinreinigung.
Z
Zementschleier
Zementschleier, auch Betonschleier oder Mörtelschleier, ist ein feiner grauer Film aus Zement, der nach dem Verlegen oder Verfugen auf den Steinen zurückbleibt. Er stammt aus Fugen- oder Verlegemörtel und löst sich mit einem säurehaltigen Zementschleierentferner: vornässen, verdünnt auftragen, nicht antrocknen lassen, durchbürsten, mit viel Wasser abspülen. Auf Klinker, Feinsteinzeug und Granit klappt das gut, auf Marmor, Kalkstein und Travertin darf keine Säure hin, auf Betonpflaster nur nach einem Test. Anders als Ausblühungen kommt er nicht aus dem Stein selbst, siehe auch Ausblühungen. Wie Sie Zementschleier entfernen, steht im Ratgeber.
Kostenlose Musterprobe auf Ihrer Fläche
Ich reinige ein Stück Ihrer Fläche und veredele es, direkt neben dem unbehandelten Bereich. Dann sehen Sie, was aus Ihren Steinen wird, und entscheiden in Ruhe. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
- Sie rufen an, schreiben per WhatsApp oder lassen sich zurückrufen.
- Ich komme vorbei, etwa eine halbe Stunde, messe die Fläche auf und lege die Musterprobe an.
- Sie sehen behandelt neben unbehandelt und bekommen den Preis für die ganze Fläche gleich dazu.
- Sie entscheiden ohne Druck. Ein Nein kostet Sie nichts.
Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr. Wenn ich gerade auf einer Fläche stehe und nicht abnehme, rufe ich zurück.
Rückruf anfordern
Drei Angaben genügen, dann rufe ich Sie zurück.
Häufig gestellte Fragen zum Glossar
Was ist der Unterschied zwischen Imprägnieren und Versiegeln?
Eine Imprägnierung zieht in die Poren ein und macht den Stein wasser- und schmutzabweisend, die Poren bleiben offen. Eine Versiegelung legt eine geschlossene Schicht auf die Oberfläche und verschließt die Poren, oft mit Glanz und mit Wasser, das obenauf stehen bleibt. Eine raue Oberfläche repariert keine von beiden. Der BSV-Langzeitschutz® füllt sie und bleibt dabei wasserdurchlässig.
Was ist der Unterschied zwischen Moos und Flechten?
Moos ist eine Pflanze ohne echte Wurzeln, wächst als grünes Polster zuerst in Fugen und im Schatten und lässt sich auskratzen. Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge und sitzen als runde, feste Flecken mit der ganzen Unterseite am Stein. Rechtlich wichtig: Mittel gegen Moos sind auf Pflaster verboten, gegen Flechten sind zugelassene Biozide erlaubt.
Was ist der Unterschied zwischen Fugensand und Fugenmörtel?
Fugensand bleibt lose, lässt Regenwasser versickern und die Steine beweglich, wird aber nach und nach ausgetragen. Fugenmörtel härtet aus und bleibt in der Fuge. Zementgebundener Mörtel ist wasserundurchlässig und gehört in die gebundene Bauweise, Mörtel auf Kunstharzbasis ist oft wasserdurchlässig und passt auch auf Sand- oder Splittbett. Welche Fuge passt, entscheidet der Aufbau unter dem Pflaster.